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Farbatlas Zürich

Ein Forschungsprojekt vom Haus der Farbe
und dem Amt für Städtebau Zürich


Ist die Stadt Zürich tatsächlich so grau, wie man ihr nachsagt und inwiefern beeinflusst dieses Bild der Stadt Bauherrschaften, ArchitektInnen, FarbgestalterInnen und Behörden bei der Wahl von Farben für neue und alte Bauten? Das Forschungsprojekt «Farbatlas Zürich» verfolgt mit einer vielschichtigen Recherchearbeit die Klärung dieser Fragen. Ausgangspunkt ist die These, dass jede Stadt ihren eigenen Farbklang hat, und der Wille, diesen zu lokalisieren. Mittels praktischer Feldforschung wie Farbabnahmen, Fotografieren und Beschreiben sollen spezifische Quartierfarbigkeiten und eine Gesamtfarbigkeit der Stadt Zürich ermittelt werden. Die Untersuchung schenkt dabei sowohl dem Gewöhnlichen und Allgemeinen Aufmerksamkeit als auch dem Besonderen. Ausserdem soll auch das farbige Bild der Stadt Zürich, wie es in den Köpfen seiner Bewohnerinnen und Bewohner lebt, mittels Umfragen erfasst und mit den Ergebnissen der Feldforschung verglichen werden.

Folgende Ziele werden mit dem Forschungsprojekt verfolgt:


Beratungsinstrument für Behörden

Die Stadt kann in der Regel beratend Einfluss nehmen auf Farb- und Materialwahl von Fassaden. Um diese Beratungen hilfreich zu gestalten sind fundierte visuelle und sprachliche Argumente nötig. Diese kann unter anderem eine Farbmustersammlung liefern, welche die Farbigkeit eines weiteren oder engeren Kontexts sowie Erkenntnisse zu Epochen- oder Quartierfarben aufzeigt.


Planungshilfe für ArchitektInnen, FarbgestalterInnen, Bauherrschaften

PlanerInnen und GestalterInnen sind beim Fällen von Farbentscheiden auf Grundlagen angewiesen, welche einen gut abgestützten Entscheid ermöglichen. Dieses Grundlagenmaterial liefert keine Rezepte, es wirft aber die wesentlichen Fragen auf und thematisiert die verschiedenen Qualitätsaspekte von Farbgestaltungen im urbanen Raum, wie z.B. Fragen von Material, Kontext, Geschichte etc.


Planungsinstrument für Fragen des Städtebaus und der Stadtentwicklung

Im Rahmen einer kontrollierten Stadtentwicklung können die Ergebnisse aus der Forschungsarbeit in Massnahmenkataloge, Empfehlungen oder Bewertungen einfliessen. Es ist auch denkbar, dass aus dem Forschungsprojekt heraus konkrete Projekte für einzelne Gebiete oder für punktuelle Interventionen angeregt und entwickelt werden können.


Sensibilisierung der Öffentlichkeit für Farbe im Stadtbild

Auch die allgemeine öffentliche Diskussion über das Thema der Farbe im urbanen Raum benötigt eine fachliche Grundlage, um differenziert und gewinnbringend geführt zu werden. Auf dieser Basis finden auch Laien qualitative Argumente jenseits von schön oder nicht schön. Gleichzeitig erweitern Interessierte ihr eigenes Bild der Stadt, was letztlich auch das Image von Zürich als Stadt mit vielfältigen (Lebens-)Qualitäten fördert.


Entwickeln eines Forschungsinstruments mit Modellcharakter

Schliesslich soll die Forschungsarbeit als Modell für ähnliche Projekte in anderen Städten gelten können und damit auch über Zürich hinaus Wirkung zeigen.
© Haus der Farbe / Langwiesstrasse 34 / 8050 Zürich / Tel. 044 493 40 93 / Fax. 044 493 41 92 / info@hausderfarbe.ch

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